Handball

Bericht der Handballabteilung zur Saison 2018 / 2019

Die Handballabteilung des SV Laim und mit ihr die gesamte Vorstandsschaft der Abteilung ist stolz melden zu können, dass sie im Jahr 2018 zur zweitgrößten Abteilung des SV München Laim geworden ist. Knapp 500 Mitglieder zählt die Abteilung zum heutigen Tag. Noch nie war die Abteilung so groß. Noch nie war sie größer als die Fußballabteilung. Die Abteilung unterhält sieben Erwachsenen-Mannschaften (4 Damen- und drei Herrenmannschaften) und 11 Jugendmannschaften aller Altersklassen im aktuellen Spielbetrieb.

Dies bedeutet einen enormen organisatorischen Aufwand, der täglich zu bewältigen ist. Ohne die vielen freiwilligen Helfer in der Abteilung könnte die Vorstandschaft diese Aufgaben nicht stemmen. Deshalb sei an dieser Stelle jedem, der im vergangenen Jahr mitgeholfen hat, ausdrücklich für seinen Einsatz gedankt. Die einzelnen anfallenden Obliegenheiten aufzuzählen, würde zu weit führen. Jeder, der ein wenig Fantasie besitzt, kann sich sicher einen Teil davon vorstellen.

Spannend war die Handballsaison 2018/2019 auch mal wieder. Erfolgsmeldungen sind sowohl aus den Damen als auch dem Herrenbereich zu berichten. Zu Beginn der Saison stand die Erste Herrenmannschaft ohne Trainer da. Sascha Schrödter, Trainer der Herren bis dahin, wurde von der Ersten Damenmannschaft überredet, in der neuen Saison ihr Trainer zu werden. Viele, handballkundige „alte Hasen“ prophezeiten daraufhin sofort den Abstieg der Ersten Herrenmannschaft in der neuen Saison. Obwohl die Abteilungsleitung die Auswahl unter einigen „altgedienten“ Trainern der Szene hatte, sprach sie ihr Vertrauen gegenüber einem jungen Spieler der Mannschaft aus. Sofort zwitscherten die Skeptiker aus allen Richtungen. Marco Vogel sollte die Mannschaft in die neue Saison führen. Und er erwies sich als Trainertalent. Nach anfänglichen Schwierigkeiten und einigen Misserfolgen, formte er die Mannschaft. Zum Ende der Saison hatte Laim eine BOL Herren-Mannschaft, die zu den vier stärksten der Liga zählte. Marco Vogel klopft sich zu recht auf die Schultern ob des Erfolges seiner Mannschaft, die Vorstandschaft der Abteilung ob der Entscheidung für ihn.

Auch die beiden anderen Herrenmannschaften, Herren 2 und Herren 3, konnten locker in ihren Ligen mithalten. Danke an die Trainer für ihren Einsatz und ihre Arbeit.

In Laim laufen die Damen den Herren, obwohl diese wohltuend gut spielen, momentan den Rang ab. Die Erste Damenmannschaft , unter ihrem fachkundigen, akribischen und ehrgeizigen Trainer Sascha Schrödter, konnte in der LL-Süd den zweiten Platz belegen. Großes Verletzungspech (zwei starke Spielerinnen erlitten Kreubandrisse) verhinderte einen besseren Rang. So müssen sie jetzt den unziemlichen Spott ihrer Gegnerinnen aus Ebersberg ertragen. Sie müssen aber auch „nachsitzen“, um in zwei Relegationsspielen den Aufstieg in die Bayernliga dennoch wahr werden zu lassen. Am Samstag, 25.Mai 2019, 19 Uhr, findet bei uns in Laim das Rückspiel, wahrscheinlich das entscheidende Spiel, gegen die Damen des VfL Günzburg statt.

Bayernliga. Wird ein Traum wahr werden? Es war das Jahr 1970 als sich die Erste Herrenmannschaft des ESV München Laim nach der Großfeldsaison aus der Handball-Bayernliga verabschiedete. Der Großfeldhandball wurde einfach zu Gunsten des Hallenhandballs, trotz überall fehlender Spielstätten, eingestampft. Der Laimer Handball verlor seine Identität.Seitdem ist es keiner Erwachsenen Mannschaft des Vereins mehr gelungen, in diese hohe Spielklasse aufzusteigen. Sollte dies jetzt, nach 50 Jahren erstmals wieder gelingen? Die Weichen sind gestellt. Wir trauen es unseren Mädels zu.

Im gesamten Damenbereich der Handballabteilung ist eine Aufbruchstimmung zu spüren. Die zweite Damenmannschaft, wieder aufgestiegen in die Bezirksoberliga, spielte mal himmelhoch erstaunlich dann aber wieder leicht grottig. Der Erfolg dieser Mannschaft hängt natürlich immer von der Summe der Spielerinnen ab, die zur Unterstützung der Ersten Damenmannschaft abgestellt werden müssen. Sind alle „an bord“, ist auch diese Mannschaft zu den besten der BOL zu zählen.

Eine Aufstiegsfeier ist der Abteilung schon sicher. Die Dritte Damenmannschaft rockte ihre Liga. Ohne einen einzigen Verlustpunkt gelang ihr der Durchmarsch durch alle Spiele. Jetzt wartet die Mannschaft auf das letzte Relegationsspiel der Ersten Damen, um mit ihnen zusammen die Aufstiegslieder zu singen.

Die Handballabteilung des SV Laim ist eine der wenigen Abteilungen in Bayern, die vier ! Damenmannschaften im Spielbetrieb gemeldet hat. Unsere Damen 4 sollen bei diesem Bericht nicht vergessen werden. Sie spielen die erste Saison zusammen, sind sehr engagiert und müssen aber auch immer wieder einige Spielerinnen an die Damen 3 abstellen. Alles nicht so einfach. Die Abteilungsleitung beobachtet jedoch mit Genugtuung, dass die Visitenkarte, die die Damen 4 abgeben, sehr positiv ist. In Laim wird etwas für die Mädels getan. In Laim ist jede handballspielende Dame herzlich willkommen. Gleich welcher Spielstärke, Laim hat eine Mannschaft für Jede.

Die Erwachsenen in Laim träumen noch davon, die Jugend in Laim hat es längst erreicht. Die weibl.-C-Jugend, 12 bis 14 jährige Mädchen, spielten in der Saison 2018/ 2019 in der Bayernliga. Die Fahrten zu den Auswärtsspielen z.B. Rothenburg, Bayreuth, Erlangen etc. waren anspruchsvoll und weit. Ohne die Unterstützung der Eltern wäre diese Liga nicht zu schaffen. Auch an diese herzlichen Dank. Die Laimer „ Girlies“ schlugen sich wacker und belegten den 5. Tabellenplatz.

Das Engagement der Handballabteilung für ihre Jugendmannschaften kann sich im übrigen sehen lassen. Elf Jugendmannschaften, angefangen von den ganz Kleinen, den Minis, bis hin zu den A-Jugendlichen (18 Jahre) nehmen an dem Spielbetrieb in den verschiedensten Ligen teil. Der Einsatz, den die Trainer, Betreuer und auch Eltern dabei leisten ist enorm. Danke an Alle.

Wo soll der Weg noch hinführen? Soll der Schwung, den die Abteilung gerade hat, gebremst werden? Nein, auf gar keinen Fall. Anzustreben sollte sein, dass beide Ersten Mannschaften, also die Erste Herrenmannschaft und auch die Erste Damenmannschaft mindestens dauerhaft in der Landesliga oder Bayernliga spielen. Dies wäre eine wundervolle Visitenkarte. Die „Außenwirkung“ der Abteilung wäre auffallend. Dieses Ziel zu erreichen und auf Jahre hin zu festigen bedeutet für die Abteilungsleitung eine Konzentration auf die Jugend. In diesem Bereich ist ein Umdenken notwendig. Die Qualität des Trainings muss gesteigert, die Trainer besser bezahlt und mehr Hallenzeiten zum Trainieren müssen der Jugend zur Verfügung gestellt werden.

Dies sind alles Zielvorgaben, bei denen man sich fragt, wie soll man das schaffen? Doch das kann man. Der Stein wurde „ins Rollen gebracht“. Jetzt heißt es : anschieben und nur nicht nachlassen.

Laim im Mai 2019, Herbert Reiner, Florian Neumaier und Tilman Steinke

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